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Die SZ-Journalistin Constanze von Bullion will in ihrem Artikel „Demonstration vor der eigenen Haustür – Linke Politiker unterstützen Proteste vor der linken Parteizentrale gegen einen linken Senator“ (SZ 5.12.17) bestimmt nicht tendenziös wirken, aber indem sie den propagierten Irrungen und Wirrungen anheimfällt, versäumt sie, die Sache grundsätzlich anzugehen und unbefangen zu berichten, worum es eigentlich geht.

 


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Ken Jebsen: Verdienstvoller Kritiker der kriminellen Außenpolitik Israels
von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Allein schon als harter Kritiker der kriminellen Außenpolitik Israels verdient der frühere Radiomoderator Ken Jebsen den Kölner Karlspreis für Engagierte Literatur und Publizistik, den die Online-Wochenzeitung „»Neue Rheinische Zeitung“ alle zwei Jahre verleiht. Das letzte Mal ging diese Auszeichnung an die publizistisch hoch wachsam und kritisch engagierte »Evelyn Hecht-Galinski, Tochter des berühmten Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Berlins der Nachkriegszeit und zweimaliger Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland Heinz Galinski (1912-1992). Für Evelyn Hecht-Galinski gilt der Leitsatz ihres Vaters:

Ich habe Auschwitz nicht überlebt, um zu neuem Unrecht zu schweigen

Auch Vereinte Nationen verurteilen Israels kriminelle Außenpolitik
Kritik an der israelischen Politik, an der korrupten rechtsextremen Regierung von Benjamin Netanjahu ist kein Antisemitismus. Israels kriminelle Außenpolitik ist allgemein bekannt und sogar von den Vereinten Nationen verurteilt worden, wie der »Goldstone-Bericht offenkundigt, der schon im Jahr 2009 offiziell an die Ankläger des Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) weitergeleitet werden sollte. Die Sache mit dem Etikett „Antisemitismus“ zu versehen, bedeutet, blind der gezielt verbreiteten Propaganda-Masche zionistischer Kreise auf den Leim zu gehen, Kreise, die im Sinne der Netanjahu-Regierung daran arbeiten, Journalisten und Politiker zu manipulieren und in die Irre führen. Wachsamkeit ist hier angebracht, nicht Naivität, wie leider auch aus dem Vorstand der Partei DIE LINKE. erbärmlicherweise wahrzunehmen ist. Es ist deshalb zu begrüßen, dass hoch angesehene, starke Persönlichkeiten der Partei DIE LINKE. wie der ehemalige langjährige Bundestagsabgeordnete Wolfgang Gehrcke, neben zahlreichen anderen Persönlichkeiten, zur Kundgebung am 14. Dezember nach Berlin vor das Kino Babylon gegen die unglückliche und unangebrachte Haltung des Berliner Senators kommen.

Demonstrationen und Proteste gegen Berliner Senator begründet
Demonstrationen und Proteste gegen den Berliner Senator für Kultur sind begründet. Er hatte sich im November unverständlicherweise gegen die Preisverleihung von der Neuen Rheinischen Zeitung an den Israel-Kritiker Ken Jebsen geäußert. Das verursachte zu Recht Irritation und Widerstand in der Partei DIE LINKE., vor allem deshalb, weil es sich bei der Kritik an Israels Regierungen, wie sie auch von Ken Jebsens journalistischem Engagement ausgeht, um ein heikles Anliegen handelt, nämlich um einen völkerrechtswidrigen Besatzer, der seit 70 Jahren ein ständig schlimmer werdendes Problem für die Weltstaatengemeinschaft darstellt. Eine eindeutige Stellungnahme gegen dieses Staatsgebilde ist deshalb nicht nur gerecht, sondern erforderlich von jeder politischen Partei, die sich auf dem Boden der Rechtsstaatlichkeit befinden will.

Ablenkungs- ja, Täuschungsmanöver des Zentralrates der Juden in Deutschland
Niemand mit Sinn für Menschlichkeit kann Sympathie und Liebe für Räuber und Besatzer fühlen, sondern nur das Gegenteil. Ablehnung und harte Kritik sind die normale menschliche Reaktion auf jede Willkür. Dass der Zentralrat der Juden in Deutschland diese harte klare Ablehnung einer aggressiven Haltung als antisemitisch kennzeichnet, ist ein gezieltes, einkalkuliertes Ablenkungs- ja, Täuschungsmanöver, wie es auch der zionistische Historiker Michael Wolffsohn in der Sendung bei Maischberger (21.6.17) ganz klug benutzte, als er völlig daneben über „Delegitimierung der Juden“ sprach, anstatt die Delegitimierung des sogenannten Staates Israel nüchtern und gründlich zu thematisieren, ein Gebilde, ein Bollwerk des Westens mit Staatsanspruch, das seit seinem Ursprung nicht die Voraussetzungen eines Staates erfüllt und durch seine konstante Aggressivität jede rechtliche Legitimierung allmählich und mit Sicherheit verliert.

Seltsame Reaktion des Berliner Kultursenators verlangt nach Erklärung
Gegen diese ständige unzulässige Täuschung der Öffentlichkeit hat sich der frühere Radiomoderator und heutige freie Journalist Ken Jebsen erfolgreich eingeschaltet. Deshalb und aufgrund vieler anderer seiner engagierten Beiträge zu Schlüsselthemen unserer Zeit beschloss die Neue Rheinische Zeitung, ihm ihren Preis zu verleihen. Die seltsame konträre »Reaktion des Berliner Kultursenators verlangt nach Erklärung. Ist er von zionistischen Rechtsextremen aus dem Zentralrat der Juden unter Druck gesetzt worden oder verhält er sich allein so merkwürdig, aus persönlichen Gründen, weil er gegenüber der israelischen Regierung nicht weiß, wo er stehen soll? Aufklärende Orientierung über Palästina und über das Recht auf Widerstand gegen eine Besatzungsmacht ist bei vielen Politikern vonnöten, offensichtlich sogar bei der Partei DIE LINKE.

© Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Quellenangaben:

  • Süddeutsche Zeitung (SZ) vom 5.12.17: „Demonstration vor der eigenen Haustür – Linke Politiker unterstützen Proteste vor der linken Parteizentrale gegen einen linken Senator“ von Constanze von Boullion

Grafik: Neue Rheinische Zeitung (NRhZ)

Foto: Tlaxcala*Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait ist eine chilenische Rechtsanwältin und Diplomatin (a.D.). Studium der Rechtswissenschaften an der Katholischen Universität in Santiago de Chile mit Spezialisierung auf das Völkerrecht und Praxis im Strafrecht. Nach ihrer Arbeit im Außenministerium war sie Diplomatin in Washington D.C., Wien und Jerusalem und wurde unter der Militärdiktatur aus dem Auswärtigen Dienst entlassen.

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