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Just in kritischen Situationen, wenn die Weltstaatengemeinschaft eine ungeheuerliche nukleare Gefahr erlebt wegen wahnsinniger irrationaler Drohungen aus dem Zentrum der Weltmacht USA, ordnen sich deutsche Medien bedenkenlos der monströsen US-Dominanz unter.

 


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Deutsche Medien bedenkenlos der monströsen US-Dominanz untergeordnet
von Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Das Weiße Haus sieht ohnmächtig mit an, wie sich das Militär der Vereinigten Staaten schamlos über das Primat der Politik stellt. Aus dem Pentagon kommt ungehindert nicht nur eine aggressive Rhetorik, sondern das Pentagon darf Militär-Manöver durchführen, die zur Zuspitzung der Nordkorea-Krise beitragen. Etwas äußerst gefährliches wird klar: Der Militärindustrie-Komplex diktiert die Hauptentscheidungen Washingtons. Damit gerät die Sicherheitslage außer politischer Kontrolle. Ein bedrohlicher Zustand.

Wieder das Primat der Politik an oberste Stelle setzen
Freie Medien wären imstande diesen Hintergrund steigender Kriegsgefahr sachlich offenzulegen und Washington aufzurufen, wieder das Primat der Politik an oberste Stelle zu setzen. Aber Nein. Freie Medien existieren in Deutschland nicht, denn Redaktionen folgen Hinweisen der Mächtigen in Berlin, London, Paris, Tel Aviv oder Washington. Unter Druck gesetzt ist sogar das Bundeskanzleramt selbst nicht frei, vernünftige Entscheidungen zu treffen. Daher die unsinnige Politik der Sanktionen gegen Russland, gegen Syrien und jetzt verschärft gegen Nordkorea, obwohl für alle klar ist, dass eine „Politik der Sanktionen“ wirkungslos ist und eher kontraproduktiv wirkt. Nordkorea hat die Atombombe während der Zeit von Sanktionen entwickelt und gerade nach dem feindseligen Militär-Manöver von Seoul und Washington als Test die Wasserstoffbombe entzündet!

Kopflose hysterische Aggressivität und Unfähigkeit des Weißen Hauses für alle Welt sichtbar dank Russland
Russland ist das einzige Land, das das Primat der Politik international gelten lässt und sich demgemäß verhält. Gegen die Irratio des Westens setzt der Kreml eine aktive Diplomatie in Gang, um die atomare Gefahr zu bannen. An der Seite der Vernunft und des Völkerrechts lässt der russische Präsident Wladimir Putin die kopflose hysterische Aggressivität und Unfähigkeit des Weißen Hauses für alle Welt sichtbar werden. Ein Kontrast, der kaum stärker sein könnte.

Nordkorea-Delegation auf Wladiwostok-Wirtschaftsgipfel mit deutschem Medien-Blackout
Beim Wirtschaftsgipfel in Wladiwostok am Mittwoch 6.9. traf der südkoreanische Präsident den russischen Präsidenten zusammen mit dem Premier Japans Shinzo Abe. Dabei ging es vor allem um Nordkorea. Am Wladiwostok-Wirtschaftsgipfel nahm auch eine Delegation aus Nordkorea teil. („Übungsangriff auf Kim“ von Christoph Neidhart, SZ 5.9.17) Seitdem gab es für die Nordkorea-Krise in deutschen Medien ein Blackout. Keine Nachricht über den Wladiwostok-Wirtschaftsgipfel und dort geführte Gespräche zwischen Nord- und Südkorea, keine ARD- oder ZDF-Meldung. Die Nordkorea-Krise verschwindet aus der Öffentlichkeit in dem Moment, als Russland die politischen Fäden übernimmt und aktiv für Entspannung sorgt. Eine glückliche Wende, die die Welt wieder ruhig atmen lässt. Aber die Washingtoner Kriegsfraktion will die erfolgreiche politische Einschaltung Russlands nicht dulden und setzt deshalb ihre Marionetten-Medien und Agenturen in Europa in Gang, die folgsam mit Ablenkungsmanövern die Öffentlichkeit täuschen.

Erfolg der russischen Diplomatie im USA-Nordkorea-Konflikt nicht länger zu verschweigen
Allerdings konnte der bellizistische Flügel mit Sitz in Washington nicht länger den Erfolg der russischen Diplomatie zum medialen Verschweigen bringen. Am 8.9. berichtete die Süddeutsche Zeitung auf der Titelseite:

Russlands Präsident Wladimir Putin betonte, er glaube an eine politische Lösung des Problems. Die US-Regierung sei seiner Einschätzung nach daran interessiert, die Krise mit Pjöngjang zu entschärfen. „Alle Kontrahenten haben genug gesunden Menschenverstand und kennen ihre Verantwortung. Wir können dieses Problem mit diplomatischen Mitteln lösen“, sagte Putin einem Wirtschaftstreffen in Wladiwostok. [...] (6.7.9.) Härtere Sanktionen gegen Nordkorea, will der russische Präsident nicht unterstützen. Er lehne noch härtere Sanktionen gegen Nordkorea ab. Auch Südkoreas Präsident Moon Jae-in schloss einen Krieg auf der koreanischen Halbinsel aus: Dazu werde es nicht kommen, sagte er (7.9.)... Aus der nordkoreanischen Regierung wurden massive Abwehrmaßnahmen gegen den US-Druck auf ihr Land angekündigt. Das Vorgehen der Amerikaner im Nuklearkonflikt sei „barbarisch“. Nordkorea brauche Atomwaffen, um feindlichen Kräften entgegenwirken zu können. („Über die Köpfe der Koreaner hinweg“ von Christoph Neidhart, SZ 8.9.)

Feindseliger Druck auf Nordkorea noch einmal zu erhöhen, ist gewiss irrational und barbarisch, gerade wenn sich die Politik um Entspannung und Entschärfung der Lage sorgt. Christoph Neidhart weiter:

Allerdings betonte Putin in Wladiwostok, er lehne noch härtere Sanktionen gegen Nordkorea ab. Statt weitere Strafen zu verhängen, müsse Pjöngjang stärker in die internationale Gemeinschaft eingebunden werden. Nordkorea werde seine Atomwaffen keineswegs aufgeben, weil es darin seinen einzigen Schutz sehe, betonte er.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat Recht. Um Gesicht und Regie vor der Weltstaatengemeinschaft nicht vollständig zu verlieren, sendet der US-Präsident Trump seine Tochter Ivanka und ihren Mann Jared Kushner demnächst nach Peking, wo sie der chinesische Präsident Xi Jinping zum Bankett erwartet. Angesichts der gefährlichen Zuspitzung des explosiven nuklearen Konflikts, den die US-Regierung offensichtlich nicht unter Kontrolle hat, schaltete sich der alte ehemalige Außenminister Henry Kissinger ein. Er bemüht sich, Washington für eine Annäherung zu Chinas Vorschlag zu bewegen, nämlich die gemeinsamen US-Manöver mit Südkorea einzustellen, damit Nordkorea bereit sei, sein Atom- und Raketenprogramm einzufrieren. Die Militarisierung des Konflikts mit weiterer Eskalation ist zu bremsen. So sind auch die US-Abwehr-Raketen aus Seoul zu entfernen. Die südkoreanische Regierung muss diesen vernünftigen Schritt unternehmen gemäß dem Druck ihrer eigenen Bevölkerung, die nicht Nordkorea fürchtet, sondern ein unkontrolliertes US-Militär. In diesem Zusammenhang ergibt sich die Mission von Ivanka mit ihrem Mann nach Peking. Es ist zu hoffen, dass sie erfolgreich wird. Auffällig ist, dass der US-Präsident Donald Trump nicht seinen Außenminister Rex Tillerson nach Peking schickt.

Infame neue Konstruktion von Chemiewaffen-Einsatz gemäß Mafia-Devise
Um einen Skandal zu vertuschen, braucht man einen noch größeren Skandal, lautet die Devise der Mafia. Dazu dient die infame neue Konstruktion eines Chemiewaffen-Einsatzes, um den syrischen Präsident Baschar Al-Assad haltlos zu beschuldigen, just als die syrische Armee mit Unterstützung ihrer Alliierten eitere große Gelände in Syrien zurückerlangt und die Dschihadisten dadurch zum Rückzug gezwungen sind. Das irritiert die westliche Kriegsfraktion ungemein, für sie ein Skandal. Der Nahe Osten ist ihr entrissen.

Jordanien versucht, seine Beziehungen zu Damaskus und Bagdad wieder zu normalisieren. Der jordanische Regierungssprecher erklärte am 25. August in Amman, die Beziehungen mit Syrien entwickelten sich „in die richtige Richtung“. [...] Damit würde nicht nur die syrische und jordanische Wirtschaft angekurbelt, sondern davon könnte ebenso der Libanon profitieren. Der bevorstehende Wideraufbau Syriens garantiert beiden Nachbarländern gute Geschäfte. [...] Der seit 2015 geschlossene Grenzübergang zwischen Jordanien und Irak wurde am vergangenen Mittwoch (30.8.) erstmals wieder geöffnet. Die 870 Kilometer lange Verbindungstraße zwischen Amman und Bagdad […] sei wieder sicher, hieß es in der jordanischen Hauptstadt. [...] Geplant ist auch die Wideraufnahme eines Ölpipelineprojekts von Basra nach Akaba. [...]

Israel droht Syrien mit Bombardierung des Präsidentenpalastes

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu drohte derweil erneut Syrien, sollte der Iran sein Engagement in dem Land nicht beenden. Bei einem Treffen mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres (29.8.) beschuldigte er Teheran, in Syrien und im Libanon Fabriken für Raketen bauen zu lassen. Ziel sei es, Israel zu zerstören [...] Würde die iranische Präsenz weiterhin bestehen, werde Israel den Präsidentenpalast in Damaskus bombardieren. („Hintergrund - Jordaniens Interessen“ von (kl), Junge Welt 4.9., Print-Augabe, Subtitel d.A.)

Keine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zu Israels Aggression in Syrien und seine Aggressionsdrohungen – keine mediale oder offizielle Reaktion
Dass der bekannte wiederholte Aggressor Israel Syrien und indirekt Iran mit Angriff droht, ja inzwischen Syrien bereits im Südwesten angegriffen hat und dadurch zwei syrische Soldaten getötet wurden (RT-Meldung 7.9.), verursacht keine mediale Reaktion hierzulande, auch keine offizielle der Regierung. Keine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats ist zustandegekommen, ein weiteres Symptom völliger Verkommenheit des Westens.

Kein Platz für Israel als Friedensstörer in der Weltstaatengemeinschaft
Immerhin ist der israelische Premier unehrenhaft bekannt für seine Finten und perfiden Blöffs, auch wenn seine wiederholten Aggressionen gegen Syrien hier einfach unter den Tisch fallen. Die Zionisten hierzulande sollten aufhören, sich in Redaktionen einzumischen. Ihre bis jetzt noch erfolgreichen Bemühungen werden sich sonst eines Tages gegen sie selber richten. Und die israelische Regierung sollte sich ernsthaft um die Sicherheit der Menschen im besetzten Palästina kümmern, indem sie Frieden mit den Nachbarn Israels schließt und das okuppierte Land seinen legitimen Eigentümern zurückgibt. Als Friedensstörer verursacht die israelische Regierung laufend nur Probleme und hat keinen Platz innerhalb einer zivilisierten Weltstaaatengemeinschaft.

Beispiel Befreiung Aleppos durch die syrische Armee für fehlende Pressefreiheit hierzulande, stattdessen Medien im Dienst von Aggressoren und Terror-Paten
Der Franziskaner Pater Ibrahim Alsabagh ist Zeuge der Hölle, die die syrische Bevölkerung Aleppos vor der Befreiung durch die syrische Armee erlebte:

Die Situation der syrischen Christen, ja des gesamten syrischen Volkes, lässt sich mit einem Wort beschreiben: Chaos. Unser Leben ist ein einziges Durcheinander. [...] Überall herrscht Chaos […] Die Milizen bombardieren uns unaufhörlich, und zwar aus allen Richtungen... Mit ihren zerstörerischen Raketen nehmen die Terroristengruppen auch Krankenhäuser, Schulen und Wohnsiedlungen ins Visier. Und die Zerstörung nimmt kein Ende, sät Tod und Verderben. [...] Gekämpft und gelitten wird in Aleppo auch das ganze Jahr 2016 hindurch, bis kurz vor Weihnachten der Abzug der Dschihadisten erzwungen ist. Am 22. Dezember (2016) erklärte die syrische Armee Aleppo „zur sicheren Stadt“. Pater Ibrahim: „Als die Nachricht die Runde machte, riefen die Moscheen ihre Gläubigen zusammen, um zu feiern. Die Kirchen, die noch einen Glockenturm haben, wollten gar nicht aufhören zu läuten.“ [...] Der Franziskaner lässt keinen Zweifel: Ohne die reguläre syrische Armee, die einen hohen Blutzoll im nunmehr sechsjährigen Menschenschlachten erbracht hat, was häufig vergessen oder unterschlagen wird, gäbe es heute wohl keine Christen mehr in Syrien und in Damaskus wehte längst die schwarze Fahne des „Islamischen Staats“. Zur Wahrheit gehört eben auch, Assads Truppen und ihre Erfolge gegen die Dschihadisten erst lassen die Hoffnung von Millionen Menschen in Syrien leben... („»Glaubensbruder gegen Gotteskrieger“ von Rüdiger Göbel, Junge Welt 1.7.17)

Nominal freie deutsche Medien wollen diese Wahrheit, dieses Zeugnis nicht hören, weil sie ihre Lügen aufdecken. Somit degeneriert die Pressefreiheit zu einer Farce. Im Dienst von Aggressoren und Terror-Paten verraten deutsche Medien ihre öffentliche Funktion. Sie diskreditieren sich damit weiter und sind schon für eine ansteigende Anzahl aufmerksamer Bürger überflüssig geworden.

© Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait

Quellenangaben:

  • Gespräche zwischen beiden Staatschefs Koreas und mit dem Premier Japans und Präsident Russlands während des Wirtschaftsgipfels in Wladiwostok am 6.9.17
  • Süddeutsche Zeitung (SZ) vom 8.9.17: „Über die Köpfe der Koreaner hinweg“ von Christoph Neidhart

© Grafik: ©: El Patio & Fiona für 0815-Info

Foto: Tlaxcala*Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait ist eine chilenische Rechtsanwältin und Diplomatin (a.D.). Studium der Rechtswissenschaften an der Katholischen Universität in Santiago de Chile mit Spezialisierung auf das Völkerrecht und Praxis im Strafrecht. Nach ihrer Arbeit im Außenministerium war sie Diplomatin in Washington D.C., Wien und Jerusalem und wurde unter der Militärdiktatur aus dem Auswärtigen Dienst entlassen.

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