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V.I.P.S. steht für "Veteran Intelligence Professionals for Sanity" und ist eine Organisation, die die Öffentlichkeit über Arbeiten, Abläufe und auch Manipulationen in amerikanischen Geheimdienst-Apparaten informiert.

 

 


von Tilo Schönberg

RAY McGOVERN ist einer dieser Leute. 27 Jahre arbeitete er für den Geheimdienst CIA. Das Wochenmagazin Freitag bringt in seiner Ausgabe vom 12.09.03 ein ausführliches Interview, das hochinteressant ist. Ray McGovern offenbart darin erneut das Dilemma der US-Regierung, eine Verbindung von Irak und Al Qaida herzustellen. Laut CIA gäbe es dafür nirgends Beweise und die US-Regierung ist sich dessen wohlbewusst, so McGovern. Aber dies hinderte Powell, Cheney & Rice nicht daran, CIA-Unterlagen zu fälschen und der UNO falsche Behauptungen vorzulegen. Vier Tage, so der Ex-Cia-Mitarbeiter, saß Powell im CIA-Hauptquartier und brütete über den Untersuchungsberichten. Das Ergebniss ist bekannt.

 

Große Beachtung sollte man auch der Aussage schenken, die McGovern zum jetzigen Verhältniss Bush/CIA macht. Seine Aussage, das Tenet (CIA-Direktor, A.d.R.) Möglichkeiten hat, die Regierung in Sachen Vorrauswissen zu den Anschlägen vom 11.September 2001 unter Druck zu setzen, ist reichlich brisant. Wieder ein Hinweis darauf, das die Regierung von George W. Bush mehr wusste, als sie bis heute zugibt.

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